Prettau Anterior Zirkon Monolithisch

Prettau Anterior 

ein Werkstoff auf der Basis von Zirkon, mit optischen Eigenschaften, die an Lithium Disilikat erinnern wird derzeit von uns getestet. Ich kann momentan nur Modellsituationen zeigen, da dem Material noch die Zulassung fehlt und es auf dem Markt noch nicht zur Verfügung steht. Es geht also um Betatests. In den kommenden Wochen werde ich euch meinen Eindruck von Prettau Anterior Zirkon vermitteln und werde diesen Bericht sukzessive weiter ausbauen.

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Den Anfang machen monolithische Kronen. Es werden schon bald monolithische Veneers und Teilkronen folgen.

Fortsetzen möchte ich dies alles mit teilverblendeten Krönen und Veneers. Zum Schluss möchte ich, euch erste Patientenfälle präsentieren können. Daten zum Material sind nur spärlich vorhanden, so dass ich mich konzentrieren möchte auf das wenige mir bekannte. Laut Zirkonzahn liegt die Biegefestigkeit bei >600 mpa und wäre damit ca. 50% höher als die Biegefestigkeit von Lithium Disilikat. Diese zusätzliche Festigkeit ist nach meinem Ermessen für Kronen auf Implantaten und für Brücken (3-gliedrige Brücken bis zum Prämolaren sollen frei gegeben werden) sehr interessant, aber für Einzelkronen, Veneers, Inlays und Teilkronen auf natürlichen Zahnstümpfen von untergeordneter Bedeutung. Mich interessiert das Material schon deshalb sehr, weil ich in der täglichen Arbeit mit den gewohnten Prozessen hantieren kann. Prettau Anterior Zirkon wird nämlich verarbeite wie Zirkon transluzent oder Prettau. Gelingt es diesem Material in meinem Labor, die Rolle von Lithium Disilkat zu übernehmen oder gar zu überbieten, kann ich zukünftig meinen Aufwand zur Herstellung von Kronen, Veneers etc. reduzieren. Die Modellationen von Inlays, Kronen, Veneers etc. einbetten, vorwärmen, pressen, ausbetten und sandstrahlen, das entfällt. Auch brauche ich mir keine Gedanken mehr darüber zu machen, ob ich mir eine Nassschleifeinheit zulege um "blaues" Lithium Dislikat in der CAM Schleifen zu können. Im ersten Versuch haben wir drei monolithische Prettau Anterior Frontzahnkronen hergestellt. Die Herstellung verlief in gewohnter Prozedur, völlig unproblematisch und sehr passgenau. Das Einfärben der Zirkonrohlinge mit der entsprechenden Aquarellfarbe führte dann jedoch zu etwas zu hellen Farben. Diese erste Generation von Aquarellen ist aber inzwischen überarbeitet und wir erhalten bald die neuen Chargen.

Eine Sache, die mich beeindruckt ist die Farbe des nicht eingefärbten gesinterten Prettau Anterior Materials. Es entspricht in diesem Zustand ziemlich genau der Farbe BL1 des Bleachfarbringes (siehe Foto 10). Das heißt, sobald die Aquarelle fertig eingestellt wurden, sind sicherlich alle Farben des Farbringes reproduzierbar. Die Qualität der Transluzenz eines Materials auf dem Modell zu beurteilen ist natürlich nicht ganz einfach. Es sieht aber auf den ersten Blick sehr Erfolg versprechen aus, da die Transparenz nicht zu hoch ist. Zu viel Transparenz (Durchsichtigkeit) kann uns im Alltag das Leben schwer machen. Bei sehr großer Transparenz sind wir abhängig von so vielen Faktoren, die wir nicht in der Hand haben, wie z. B. Der Farbe des natürlichen Zahnstumpfes oder des Befestigungsmaterials. Für eine befriedigende Ästhetik ist das Wichtigste eine gut Lichttransmission bei gleichzeitig guter Maskierung des Untergrundes. Ich glaube, das ist bei Prettau Anterior gegeben.Unten seht ihr erste Fotos, die ich glaube nicht kommentieren zu müssen.

Bilder zu Prettau Anterior monolithisch

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